Occasion Auto – heute besser als früher?

Occasion Auto – heute besser als früher?

Wie war das früher mit den Occasionen? Sicherlich haben auch Sie sich bereits einmal oder mehrmals ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft. Wissen Sie noch, welche Ausstattung und welche Laufleistung Ihre Occasion beim Kauf hatte?

Reise in die Vergangenheit

Schaut man sich einmal die Gebrauchtwagen aus den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts an, so waren dies meist Occasion Autos mit geringer Ausstattung und Laufleistungen. Wollte man ein allradgetriebenes Occasion Auto, so musste man entweder einen Geländewagen kaufen oder auf Subaru zurückgreifen. Nur von Audi gab es noch den Quattro, der aber schon damals den Preisrahmen der meisten Käufer sprengte. Die Motoren waren noch recht einfach aufgebaut, unter den Benzinern gab es noch etliche Vergaser, und die Dieseldirekteinspritzung war noch nicht serienreif. Diesel-Partikelfilter war ein unbekanntes Wort und bei den Katalysatoren hatte gerade die Übergangsphase Western union point von den ungeregelten Systemen zu den geregelten Systemen begonnen. Meist hatte ein Occasion Auto nur einen ungeregelten Katalysator. Sicherheitssysteme, wie zum Beispiel Airbags, pyrotechnische Gurtstraffer, adaptives Kurvenlicht oder auch Parksensoren steckten noch tief verborgen in den Schubladen der Ingenieure. Elektrische Hilfssysteme gab es meist nur in der Oberklasse, Lederausstattung auch in der Mittelklasse, allerdings sehr selten. ABS, ESR, und ESP sind heute gängige Abkürzungen, so ziemlich jeder weiß, für was sie stehen und auch so ziemlich jedes Fahrzeug ist mit mindestens einem der Systeme ausgerüstet. Vor zwanzig Jahren allerdings waren diese Systeme bestenfalls in der Erprobungsphase. Sonnenhubdächer und Fenster waren mittels Handarbeit zu öffnen und wenn das Auto ein Radio besass, dann nur mit Kassettendeck. Einige Oberklassenfahrzeuge hatten zwar schon damals einen CD-Player, dieser funktionierte aber nur mit extra angefertigten CD-Hüllen. Hier legte man die CD ein und schob das Ganze dann komplett in den CD-Player. Die Technik der Occasionen war insgesamt noch nicht so weit fortgeschritten wie heute, was aber auch bedeutete, dass man, wenn man handwerklich geschickt war, einiges an Reparaturen selbst ausführen konnte. Eine Schraube hatte noch einen Kreuzschlitz oder einfachen Schlitz und nicht ein Torx oder XZN. Die Elektrik war übersichtlich und die Fehlersuche relativ einfach. Einen grossen Vorteil hatten die alten Occasionen gegenüber den neueren Modellen, sie besassen ein richtiges Reserverad. Meist kaufte man ein Occasion Auto von privat oder bei einer bekannten Garage. Gewährleistung oder Garantie gab es so gut wie niemals, und einen Nachweis zur Vorführung bei der Motorfahrzeugkontrolle oder dem TCS erhielt man auch eher selten.

Zurück in die Gegenwart

Kauft man sich heute ein Occasion Auto, so wird man die Qual der Wahl haben. Die Fahrzeuge haben meist alle eine sehr gute Ausstattung. Die Antriebsvarianten reichen von Diesel-, Benzin-, Hybrid- und Elektromotoren bis hin zu gasgetriebenen Aggregaten. Als ob dies hotelosis.com nicht reichen würde, kann man bei vielen Motoren auch zwischen verschiedenen Hubräumen und Leistungsklassen wählen. Die Abgassysteme reduzieren die Emissionen auf das zurzeit technisch machbare Minimum. Der Verbrauch ist bei fast allen Modellen extrem gesunken, da die Hersteller konsequent auf Leichtbauteile in Karossen und Motoren setzen. Bei den Getrieben findet man Schalter, Automatik, Halbautomatik und Tiptronic. Manche dieser Getriebe sind über kleine Wippschalter am Lenkrad zu betätigen, ein nettes Feature. Der Fahrkomfort wurde stark verbessert, dank neuer Fahrwerksysteme. Oberklassenfahrzeuge bieten Airmatic oder hydropneumatische Stossdämpfer, viele Editionsmodelle besitzen Sportfahrwerke. Klimaanlagen sind heute serienmässig, und auch die vielen elektrischen Helferlein machen das Fahren mit einem Occasion Auto zum Erlebnis. Sicherheit wird heutzutage grossgeschrieben. Ein gewöhnliches Auto bietet normalerweise zwei oder vier Airbags, integrierten Überrollschutz, ABS, ESR und ESP. Navigationssysteme werden fest verbaut und auch ganze Multimedia-Systeme sind keine Seltenheit. Rost ist an und für sich kein Thema mehr. Viele Hersteller schützen die Fahrzeuge durch guten Korrosionsschutz oder verzinken die Fahrzeuge. Da viele Occasionen Leasingrückläufer sind, werden sie meist 8-fach bereift angeboten, da die alten Felgen nicht auf den neuen Wagen des Leasingnehmers passen. Ein Manko der neueren Occasionen ist der hohe Anteil der Bordelektrik und die verwendeten, computergestützen, Systeme. Als Laie, aber auch als Fachmann hat man kaum die Chance, Fehler auf Anhieb zu finden. Hier hilft aber eine Fahrt zur Markengarage, zur Motorfahrzeugkontrolle oder zum TCS. Für etwa CHF 100.00 bekommt man hier eine komplette Überprüfung der Occasion. So stellen Sie sicher, dass Sie ein gutes Occasion Auto erwerben und nicht ein Abonnement mit der Garage Ihres Vertrauens abschliessen.